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Judas Island or the Common World
Die Kernbotschaft Leonardo da Vincis

by. Jo. Schroeder

Die Konfrontation - Der Moment der Krise
Im Kern steht die Konfrontation zwischen Jesus und Judas.

Judas Island
Judas hat nicht nur einen Geldsack
in der Hand. Leonardo da Vinci hat Judas über eine Veränderung des Untergrundes die Tischdecke aufgelöst und in ein Fliesenmuster verwandelt. Die Tischutensilien kommen auf der Übergangslinie zu liegen. Diese werden dadurch zu Grenzsteinen. Judas hat sein eigenes Territorium. Die obere Hand gehört auch zu Judas. Siehe weiter unten.
Das wirtschaftliche Denken und Modell des krakigen Judas: Akkumulation von Territorien, Gütern und Personen

The Common World
Jesus bietet mit seiner linken Hand die wirtschaftliche Lösung des Teilens an.
Die Brote stammen von dem leeren Teller in der Mitte und sind auf alle Anwesenden im Sinne der Gleichbehandlung ausgegeben. In der Projektion
bildet der Teller das Symbol unserer Welt.







Das wirtschaftliche Modell von Jesus:
Die gerechte Verteilung der Ressourcen dieser Welt


Das Urteilssystem: Die Konfrontation zwischen Jesus und Judas und damit, der von Ihnen vertretenen Modelle wird zur allgemeinen Krise. Wie verhalten sich die Anwesenden zur Konfrontation? Mit dem Urteilssystem, der von mir genannten Kreuzstangen, die von den Händen einiger Akteure gehalten werden, stehen die beiden Maximalurteile im Raum. Die Verurteilung Jesus, mit dem Schnitt durch seinen Hals und die Verurteilung des Judas, mit dem Schnitt der waagerechten Stange durch dessen Hals. Über dieses zusätzliche Informationssystem erhält man weitere, sich verdichtende Informationen zu den Personen. Siehe ausführliche Interpretation in der Flashanimation und Quelltext


Für eine dynamische Grafik des Stangensystems schauen Sie bitte in die ausführliche Interpretation unter Code02

Das Realitätssystem: Neben dem Urteilssystem gibt es das globale Realitätssystem in Form einer Waage. Die Realitäten werden hier erzeugt durch die Körpergewichte. Daran sind 5 Personen beteiligt. Auf der linken Seite: Judas, der sich auf die Tafel lehnt, Petrus, der mit seinem Gesäß auf der Tafel sitzt, Bartholomäus, der sich auf die Tafel stützt. Auf der rechten Seite beteiligen sich Simon, dessen Haltung mit den nach vorne geschlagenen Beinen nur dadurch zu erklären ist, dass er auf einer Stuhlfläche sitzt, die mit dem Tischsystem verbunden ist und die vorletzte Person, die allgemein anerkannt als Leonardo selbst zu identifizieren ist. Dieser sorgt hier für den entscheiden Ausgleich. Seinen (eigenen) Fuß hat Leonardo da Vinci genau so gezeichnet hat, dass die ausreichende Möglichkeit besteht, dass er sein Gewicht auf den Simon übertragen kann.
Damit geht die einfache nachvollziehbare 'Milchmädchenrechnung' auf, dass die linke Seite gegenüber der rechten Seite den derzeitigen Balancezustand erhält. Jesus selbst geht eine statische Verbindung im Drehpunkt des Systems ein.


für eine dynamische Grafik des Waagensystems schauen Sie bitte in die ausführliche Interpretation unter Code01

Die Einmischung des Petrus/Wechselseitige Haltungen:
Anatomisch kein Problem: Leonardo zeichnet die Möglichkeiten, dass Petrus unter dem Mantel des Judas nach vorne greift und sich damit in die Konfrontation einmischt. In der umgekehrten Variante, der Zuordnung der oberen Hand zu Judas, erzeugt diese seinen Anspruch auf die mittlere Person. (siehe auch das Machtkomplott der Puppenspieler-im Kunst-Focus)


Die dramatische Dynamik:
Wir wissen nun eigentlich schon fast genug um eine wirklich fantastische Auflösung der Szene erzeugen zu können.

Die Strategie des Judas
Judas Vorsatz ist es, seinen Einflussbereich zu erweitern, Jesus die Macht über das eigene Schicksal zu nehmen und ihn als niedergestreckten Gegner der Maria Magdalena oder
Johannes zu präsentieren. Der bedeutende Grenzstein, die zu dem Gedeck von Judas gehört, ist der strategische Punkt des judasschen Imperiums. Der Einflussbereich, der sich hier wie eine Zunge unter den Utensilien liegt, kann durch die Positionierung der Frucht verändert werden.
Die beabsichtigte Verschiebung nach rechts bringt sowohl das Glas, als auch die im Hintergrund noch zu erkennde Frucht der Maria Magd./Johannes auf den blauen Unter-
grund zum stehen. In deisem Moment ist es aus dem Handlungsbereich von Jesus heraus. Judas kann durch die anschließende kalkulierte Kippung der Tafel unangefochten seinen Plan vollziehen. Das Ergebnis ist eine Demonstration seines Einflusses und Macht, nicht zuletzt vor der Person der Maria Magdalen, bzw. des Johannes.

Die Aktion des Petrus
Die Motivation von Petrus besteht in der Herbeiführung eines chaotischen Zusatndes. In der Form einer allgemeinen Revolution sieht er auch die Chance, dass Leben von Jesus
erhalten bleibt. Die erste und wichtigste Aktion Von Petrus ist daher die Kippung der Tafel, um die Zeremonie des Selbstopfers von Jesus zu stören und die kalkulierte Schrägstellung der Tafel durch Judas zu überhöhen. Seine Hand könnte hier sowohl den Teller wegziehen, als auch das Glas festhalten, damit es nicht umkippt. Letztlich ist die Hauruckaktion von Petrus mit einem hohen Risiko behaftet, in dem die Dinge aus der Kontrolle geraten. In dem Moment, wo es zum grossen Blutvergiessen kommt, wird Petrus seinen Fehler erkennen und versuchen, die Platte wieder geradezustellen. Er merkt jedoch, dass diese sich verkantet hat und festklemmt und nichts mehr umkehrbar ist. Die Aktion des Petrus hinterläßt ein heilloses Chaos.
Die Handlung Jesu
Jesus wehrt den schleichenden Einfluss des Judas ab und vollzieht das Opfer der eigenen Person. der durch die Frucht weggeschobene Einflussbereich des Judas gibt Glas und Teller frei. Jesus ergießt sein Blut in den Teller.











Maria Magdalena/Johannes und der heilige Gral
Die Darstellung der Person Maria Magd., bzw. des Johannes weißt stark in die Zukunft. Die formale Wiederholung der Hände und des Teller, bzw. der Schale in 2 übereinanderliegenden Ovalen zeigt die tiefe Beziehung, die Leonardo hier hineinlegt. Es sind die
trauendernden Hände der Maria Magdalena oder des Johannes nach der Kreuzigung, nach dem Opfer Jesu. Tatsächlich hat Leonardo da Vinci das Thema des heiligen Grals aufgegriffen und hier bildhaft dargestellt. Insgesamt ist der heilige Gral hier ein Gefäßsystem, bestehend aus dem einfachen Glas und der Schale, in derreen Rand sich die göttlichen Farben des Überwurfs der Person Maria Magdalenas, bzw. des Johannes spiegelt. Die Besonderheit der Schale setzt Leonardo da Vinci auch in der Form ab. Diese setzt sich von den anderen Tellern auf der Tafel durch eine besondere Kantung ab. Der empfangende Teil des Gefäßsystems des heiligen Grals hat einen hohen weiblichen Anteil.


Die traumahafte Symbolik:
Die Faltung der Tischdecke täuscht eine Tischplatte vor. Der Vergleich der vermeintlichen äußeren Tischplattenstärken zeigt eine eindeutige Differenz. Am Ende des Tuches zeigt die Tuchstauchung mit dem tiefliegendem Knoten, das andere mögliche eingehüllte Volumen - einen riesigen Kreuzbalken. Die Tischbeine sind dadurch nur noch schwache Gebilde, mit vorgezeichneten Sollbruchstellen, die bei geringer Belastung einbrechen.

 

Die aus den Angeln gehobene und in Schräglage versetzte Welt:



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Die Kernbotschaft Leonardo da Vincis



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